Der 1.Bundeskinderlergang diesen Jahres fand am Samstag den 31.01- bis zum Sonntag 01.02.2012 in Frankfurt am Main statt. Es haben Kinder sowie Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen. Der Samstag war eher technisch orientiert: mit dem Schwerpunkt auf Kihon sowie Kata.
Sonntags hingegen, lag der Fokus auf Partnerübungen und Kumite, wobei der Tag am frühen Morgen mit einem Lauf zum Main begonnen wurde. Sämtliche Anwesenden, von Anfängern bis zu den Fortgeschrittenen, hatten Spaß und konnten jede Menge Lehrreiches mit nach Hause nehmen.
Das Feedback der Eltern fiel sehr positiv aus, weshalb wir hoffen, alle Teilnehmer auch nächstes mal wieder beim Bundeskinderlehrgang begrüßen zu können.

Das diesjährige Winterlager wurde vom 08.- bis zum 11.Dezember 2011, wie das Jahr zuvor, in Willingen abgehalten. Das Trainingsprogramm war sehr technisch orientiert, mit dem besonderen Schwerpunkt auf Kombinationen, wobei das Abschlusstraining von Kumite-Techniken dominiert wurde.
Als Highlight war natürlich die Shodan-Prüfung, unter der strengen, fünfköpfigen Prüfungskommission, anzusehen - sehr lang, technisch anspruchsvoll und bestimmt interessant für alle Mitlaufenden.
Die Gruppe hat, im Ganzen betrachtet, wie ein Dojo-Team funktioniert und stets viel Spaß bei sämtlichen Unternehmungen gehabt - ob im Training, Schwimmbad, Sauna und natürlich der Sayonara-Party, sodass sich am Ende richtige Freundschaften eingeschweißt haben.
Herzlichen Dank an Michael Gabb für die tolle Organisation, Rücksicht und den Proviant für Spätanreisende.
Unsere Organisation hat neue wertvolle, Schwarz- und Braungurte gewonnen, die auch ab sofort im IKO Honbu-Dojo registriert sind.
Neue 1Dan
Andrej Daiber (Dojo Leiter Stuttgart)
Markus Suchanek (Dojo Heidelberg)
Neue 2kyu
Michael Gabb (Dojo Leiter Korbach)
Andre Fanty (Dojo Dortmund)
IKO Kyokushinkaikan Deutschland e.V. gratuliert, zusammen mit der Prüfungskommission, ganz herzlich und erhofft sich entsprechende Standards, Niveau und Engagement für die Schüler und die Organisation.
Osu! Bis nächstes Mal.

Nach der Weltmeisterschaft war, für einen Teil des Nationalteams, das nächste Ziel ein Trainingscamp, welches traditionell im Anschluss abgehalten wird. Obwohl wir uns ursprünglich für Mitsumine angemeldet hatten, wurden wir, aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen, dem Fujiyama-Camp zugeteilt, zusammen mit den Teams aus Neuseeland, Italien, Spanien, Ungarn, Süd-Afrika, Japan, Süd-Korea und einem Teil des polnischen Teams. Trotz direktem Training vor dem Fuji, dem Wahrzeichen Japans, haben wir diesen, aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen, leider nicht sehen können. Als Unterbringung, für unseren zweitägigen Aufenthalt, diente ein Ryokan, welcher direkt am Yamanaka-ko, eines der fünf Fuji-Seen, gelegen ist. Alle sieben von uns waren in einem traditionellen, japanischen Zimmer, samt Tatami und Futon untergebracht (Bilder kann man sich später in der Galerie ansehen), wobei das Ofuro, ein Gemeinschaftsbad, die Hauptattraktion darstellte und von sämtlichen Anwesenden mehrmals täglich genutzt wurde.
Hauptpunkt des Lagers stellte natürlich die Dan-Prüfung, unter Shihan Y.Goda (8.Dan), dar. Zusätzlich gehörten noch Shihan P.Chong(8.Dan), International Committee Chairman für Asien und den Mittleren Osten, Shihan T.Wakiuchi (6.Dan), Branch Chief von Italien, Shihan S.Takiwa (6.Dan), Branch Chief von Neuseeland sowie Shihan F.Filho (5.Dan) ebenfalls zur Prüfungskommission. Die erste Trainingseinheit war auch sogleich der technische Teil der Dan-Prüfung. Diese setzte sich aus verschiedenen Kombinationen, welche von Shihan Filho angesagt (nicht gezeigt!) wurden zusammen, wobei mir die meisten davon bekannt waren, da ich diese bereits mehrmals mit ihm zusammen in der Vergangenheit ausgeführt hatte, woran sich Shihan Filho auch noch sehr gut erinnern konnten und deshalb die ganze Zeit über in meine Richtung geschaut hat. Der zweite Trainingsverlauf ging getrennt vonstatten, da hier die Prüflinge für den 2.-5.Dan sämtliche Kata sowie Ausdauer-Konditionstraining, unter IKO Standards, vorzeigen mussten. Die technische Prüfung war sehr streng und äußerst fordernd; egal ob für erfahrene- oder auch niedrigere Schwarzgurte, wobei man deutliche Konditionsunterschiede zwischen den Altersgruppen sehen konnte. Der erste Tag wurde durch den Kumite-Teil der Prüfung beendet. Am zweiten Tag gab es zwei weitere Trainingseinheiten, wobei diese, vergleichbar zu Holland, wo quasi jedes Training als Teil der Prüfung gewertet wird, auch hier Prüfungsbestandteil waren.
Die Dan-Prüfung war für alle Teilnehmer aus Deutschland erfolgreich gewesen: Sensei S.Urbanczyk (4.Dan), Sensei Y.Nakahata (4.Dan), Sempai A.Hinz (2.Dan) und Sempai P.Gawlik (2.Dan) haben allesamt bestanden!.
Das Lager war interessant, lehrreich und es wurden neue Kontakte geknüpft. Anschließend ging es zurück nach Tokyo, wo wir dann auch den Rest unserer Reise verbracht haben.

Da wahrscheinlich bereits viele von euch, dank verschiedener Quellen, bereits von der WM erfahren haben, kommt nun ein kurzer Bericht von mir:
Die 10.Weltmeisterschaft sowie die dazu parallel verlaufende Frauen Weltmeisterschaft und das alljährliche Freundschaftsturnier, stellten einen enormen Erfolg für die Weltorganisation sowie zugleich eine Glanzleistung, bezogen auf die Teilnehmerzahl, dar, welche insgesamt rund 1200 Partizipierten umfasste. Aufgrund der zwei Jahre andauernden Selektion für die Männerkategorie, haben am Ende wirklich nur die Besten und keine Amateure teilgenommen.
Unsere Damen sowie Alireza Shams, wurden so aufgestellt, dass sie praktisch gegen die Favoriten kämpfen mussten. Die Kämpfe waren äußerst hart und fordernd aber leider sind unsere Leute, wie viele andere gute Kämpfer auch, bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Parallel dazu, haben die Mädels sowie Senioren neue Erfahrung, auf einem internationalen Level, sammeln dürfen.
Jeder einzelne von den Kämpfern kann sicherlich mit Gewissheit sagen, dass das Niveau in Japan, im Vergleich zu den Turnieren in Europa, extrem hoch ist.
Sempai Axel Hinz hat als vierter in unserer deutschen Organisation die internationale Kampfrichterlizenz erworben und durfte, postwendend, auf dem Freundschaftsturnier, als Kampfrichter fungieren.
Unser gesamtes Kämpferteam wurde von allen Seiten gelobt und ich hoffe inständig, dass wir in Zukunft, unser kämpferisches Niveau weiterentwickeln können, so wie es beispielsweise Frankreich bereits getan hat.
Insgesamt waren, ausnahmslos, alle Kämpfe äußerst spannend und selbst das japanische Team, welches seit Jahren unter dem nicht Vorhandensein starker Kämpfer leidet, war dieses Jahr mit einem fast komplett neuen Team vertreten, welches sicherlich auch bei der nächsten WM, wie bereits jetzt schon viele vermuten, etwas großes erreichen wird.
Das russische Team war extrem stark und hat sich, zu recht, bei Frauen sowie auch bei Männern, jeweils den ersten Platz sichern können. Des Weiteren konnte besonders ein Dojo aus Moskau den wohl größten Erfolg feiern, da jeweils der Weltmeister sowie auch die Weltmeisterin aus diesem stammen. Mein persönlicher Favorit, Kapanadze, hat sich am dritten Finaltag, leider bereits ganz am Anfang, während des Tamashiwaritests, es waren acht überdurchschnittlich harte Bretter (8st!) für Seiken, die Hand gebrochen und musste sich, im Halbfinale, dem Sieger Nikoleishvili geschlagen geben, konnte aber dennoch, den Kampf um den dritten Platz, für sich entscheiden.
Das Niveau war, im Allgemeinen, folglich derart hoch, dass selbst viele Favoriten und große Namen wie Tanaka, Kurbanov, Mori, Stepin, Stoian, Estensoro, Damyanov, Gogonel , Navarro, Teixeira u.a. , nicht die Leistung erbringen konnten, welche man sonst von diesen Spitzenkämpfern gewohnt ist.
Als Unterbringung diente dieses Mal das Olympische Center in Shibuya, Tokyo. Es war, für unsere gewohnten Verhältnisse, ein wenig spartanisch, wenn auch, für Tokyo´s Preisordnung , recht günstig. Letztendlich waren wir nicht zum entspannen, sondern zum kämpfen gekommen!.
Unserem gesamten Team, bestehend aus 14 Personen, und vor allem denjenigen welche das erste Mal in Toyko waren, hat die Stadt, besonders das Nachtleben, sehr gut gefallen. Am Ende war jeder von den Farben Tokyo´s sowie dem Klima, ein bisschen durcheinander.
Ein großer Dank geht auch an Sempai Gawlik, da dieser das gesamte Team, dank seines Sponsorings, mit passenden Jacken versorgt hat.

Am 1.Oktober fand in Frankfurt am Main das Prestige-Turnier des Deutschen Kyokushin Karate, die German Open 2011, statt. Zum wiederholten Mal kämpften über 50 Karateka aus Frankreich, Ukraine, Ungarn, Deutschland und der Tschechei, in mehreren Alters- und Gewichtskategorien. Insbesondere das Team vom Vize-Weltmeister Sensei Jan Sokoup aus Prag, präsentierte sich, im Allgemeinen, sehr gut. Gefolgt von den Franzosen, welche sich in den letzten Jahren ebenfalls positiv entwickelt haben.
Der Mann des Tages war jedoch Sempai Martin Wilczek aus Deutschland, der die Konkurrenten im Schwergewicht, der stark besetzten Profi-Kategorie, weit hinter sich ließ. Er kämpfte mit bestehender Effektivität und knockte die Gegner, nach knapp einminütigen Kämpfen, mit Chudan Mawashi Geri bzw. Jodan Hiza Geri aus - Selten wurde ein 1. Platz so klar erreicht.
Bei den Frauen schaffte es Luciana Onel, ebenfalls aus hiesigen Gefilden, nicht nur auf den zweiten Platz bei der mittleren Gewichtsklasse, sondern durfte ebenfalls den Pokal für „Best of Spirit“ mit nach Hause nehmen.
Grundsätzlich haben sämtliche Anwesenden die Stimmung als recht „familiär“ und „entspannt“ empfunden. Sodass wir ermutigt sind, uns im kommenden Jahr, ebenfalls wieder im Oktober, noch mehr Mühe zu geben.
An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer und Helfer!
OSU.

Der letzte Vorbereitungslehrgang zur Weltmeisterschaft wurde am 15.Oktober 2011, wieder in Dortmund abgehalten. Trainingsleiter war dieses mal Sempai Evgeny Yaroshenko, aus dem Frankfurter Dojo. Der Hauptfokus des Lehrgangs lag auf reinem Kumite sowie Partnerübungen. Fast alle Teilnehmer waren am Ende des Tages restlos erschöpft und froh, endlich die Heimreise antreten zu können.
Teilnehmende Dojos: Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg, Bonn
Anwesende Senseis: Urbanczyk, Ritter
Anwesende Sempais: Yaroshenko, Wilczek, Schoeneich, Shams

Am Samstag, den 17.09.2011, fand in Dortmund ein weiterer Kaderlehrgang statt. Das Ziel war auch dieses mal ebenfalls wieder die Vorbereitung der Kämpfer auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Tokyo. Die Stimmung war, trotz des anstrengenden Trainings, recht ausgelassen und so konnte jeder am Ende des Tages wieder etwas Lehrreiches mitnehmen.
Teilnehmende Dojos: Dortmund, Stuttgart, Frankfurt am Main, Hamburg sowie Bonn.
Anwesende Senseis: Münzer, Ritter, Urbanczyk und Sempais: Zmarzly, Plachetka, Gawlik, Wilczek, Shams, De Raedt (Belgien).

An alle IKO Kyokushinkaikan Mitglieder und Freunde,
Ich muss euch schweren Herzens mitteilen, dass Shihan Bobby Lowe am Mittwoch, dem 14.September, um 21:18Uhr in Honolulu, Hawaii, verstorben ist.
Shihan Bobby Lowe, Vorstand vom IKO Kyokushinkaikan International Committee sowie von Nord-/Zentral Amerika und US Branch Chief von Amerika, hat unserer Organisation seit ihrer Begründung angehört.
Shihan Bobby Lowe war der Sohn eines Kung Fu Meisters, besaß einen Schwarzgurt in Judo, Kenpo sowie Aikido und war ein starker Welterweight Boxer. Unglaublich beeindruckt von einer Karatedemonstration, durchgeführt von Sosai Oyama auf Hawaii, konnte Shihan Bobby Lowe Sosai Oyama auf Anhieb überzeugen, ihn als Schüler aufzunehmen. Sie wurden schnell zu lebenslangen Freunden und Shihan Bobby begab sich nach Japan, um Sosai Oyama in seinem Dojo in Tokyo zu unterstützen; und auf diesem Wege der erste Kyokushin "Uchi Deshi" (persönlicher Schüler) sowie die erste Person überhaupt zu werden, welche ein Kyokushin Dojo außerhalb Japans eröffnet hatte - die so entstandene "Branch" (Ableger/Abteilung), ist die derzeit älteste, durchgehende, sich in Betrieb befindende internationale Branch des Kyokushinkaikan.
Shihan Lowe unterstützte Sosai Oyama seit Beginn der International Karate Organization in vielerlei Hinsicht: er machte Kyokushin in Amerika, Kanada und auf der ganzen Welt populär, organisierte den ersten internationalen Kyokushin Wettkampf außerhalb Japans, fungierte auf vielen internationalen Turnieren als Hauptschiedsrichter, wirkte als Beitragender zum derzeitigen technischen IKO Lehrplan und der IKO Satzung des Kyokushinkaikan mit, schrieb drei angesehene Bücher über das Kyokushin System und vernachlässigte niemals den täglichen Kyokushin Unterricht auf seiner Heimat Hawaii.
Für mich persönlich, war Shihan Lowe mein angesehenster Mentor im Kyokushinkaikan, seit Sosai Oyama. Er hat mit mir freigebig seine Fülle an Wissen, seine Philosophie der Geduld sowie der Friedfertigkeit geteilt und mir die Stärke, Weisheit sowie Ausdauer gezeigt, die man durch lebenslanges Koykushintraining erwirbt. Er war ein vorbildlicher Schüler und ein überragender Meister der Kampfkünste, ein großartiger Freund sowie ein vertrauenswürdiger Ratgeber, dessen dynamische Persönlichkeit, behagliches Gemüt und Freude am Leben, ihn zu einem leuchtendem Beispiel für uns alle machen.
Ich wünsche seiner Frau Betty und seinen Kindern Barbara sowie Michael mein möglichstes Beileid in dieser schwierigen Zeit und entrichte Ihnen, im Namen der gesamten, weltweiten Kyokushin Gemeinschaft, meinen tiefsten Dank dafür, dass Sie, selbstlos, all die Jahre über, Ihren excellenten Vater sowie geliebten Ehemann, mit uns geteilt haben.
OSU!
Wir gedenken an...

Shihan Bobby Lowe, 8Dan
August 23, 1929 ~ September 14, 2011
Shokei Matsui IKO Kyokushinkaikan
1.Bundeskinderlehrgang 2012
10th World Open Tournament
34th All Japan Tournament 2002
Winterlager in Willingen
Kurzer Bericht über Das Fuji-Camp sowie die Dan-Prüfung

Slawomir Urbanczyk
Sinisa Susnjar
Sempai Admin