Nach der Weltmeisterschaft war, für einen Teil des Nationalteams, das nächste Ziel ein Trainingscamp, welches traditionell im Anschluss abgehalten wird. Obwohl wir uns ursprünglich für Mitsumine angemeldet hatten, wurden wir, aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen, dem Fujiyama-Camp zugeteilt, zusammen mit den Teams aus Neuseeland, Italien, Spanien, Ungarn, Süd-Afrika, Japan, Süd-Korea und einem Teil des polnischen Teams. Trotz direktem Training vor dem Fuji, dem Wahrzeichen Japans, haben wir diesen, aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen, leider nicht sehen können. Als Unterbringung, für unseren zweitägigen Aufenthalt, diente ein Ryokan, welcher direkt am Yamanaka-ko, eines der fünf Fuji-Seen, gelegen ist. Alle sieben von uns waren in einem traditionellen, japanischen Zimmer, samt Tatami und Futon untergebracht (Bilder kann man sich später in der Galerie ansehen), wobei das Ofuro, ein Gemeinschaftsbad, die Hauptattraktion darstellte und von sämtlichen Anwesenden mehrmals täglich genutzt wurde.
Hauptpunkt des Lagers stellte natürlich die Dan-Prüfung, unter Shihan Y.Goda (8.Dan), dar. Zusätzlich gehörten noch Shihan P.Chong(8.Dan), International Committee Chairman für Asien und den Mittleren Osten, Shihan T.Wakiuchi (6.Dan), Branch Chief von Italien, Shihan S.Takiwa (6.Dan), Branch Chief von Neuseeland sowie Shihan F.Filho (5.Dan) ebenfalls zur Prüfungskommission. Die erste Trainingseinheit war auch sogleich der technische Teil der Dan-Prüfung. Diese setzte sich aus verschiedenen Kombinationen, welche von Shihan Filho angesagt (nicht gezeigt!) wurden zusammen, wobei mir die meisten davon bekannt waren, da ich diese bereits mehrmals mit ihm zusammen in der Vergangenheit ausgeführt hatte, woran sich Shihan Filho auch noch sehr gut erinnern konnten und deshalb die ganze Zeit über in meine Richtung geschaut hat. Der zweite Trainingsverlauf ging getrennt vonstatten, da hier die Prüflinge für den 2.-5.Dan sämtliche Kata sowie Ausdauer-Konditionstraining, unter IKO Standards, vorzeigen mussten. Die technische Prüfung war sehr streng und äußerst fordernd; egal ob für erfahrene- oder auch niedrigere Schwarzgurte, wobei man deutliche Konditionsunterschiede zwischen den Altersgruppen sehen konnte. Der erste Tag wurde durch den Kumite-Teil der Prüfung beendet. Am zweiten Tag gab es zwei weitere Trainingseinheiten, wobei diese, vergleichbar zu Holland, wo quasi jedes Training als Teil der Prüfung gewertet wird, auch hier Prüfungsbestandteil waren.
Die Dan-Prüfung war für alle Teilnehmer aus Deutschland erfolgreich gewesen: Sensei S.Urbanczyk (4.Dan), Sensei Y.Nakahata (4.Dan), Sempai A.Hinz (2.Dan) und Sempai P.Gawlik (2.Dan) haben allesamt bestanden!.
Das Lager war interessant, lehrreich und es wurden neue Kontakte geknüpft. Anschließend ging es zurück nach Tokyo, wo wir dann auch den Rest unserer Reise verbracht haben.









